top of page
Phase
Bereich
Ziel

Handlungsspielraum erweitern

Teamentwicklung

Das Schwarmwissen für die Lösung eines Problems nutzen.

Quelle

Quelle: Arbeitspapier zum Selbststudium Universität Oldenburg

Kollegiale Fallberatung

Beschreibung

Die kollegiale Fallberatung


Kollegiale Fallberatung kann wie eine gemeinsame Bergsteigertour betrachtet werden, bei der wir uns als Team Herausforderungen stellen und uns gegenseitig unterstützen, um unser Ziel zu erreichen. 


Ähnlich wie beim Bergsteigen haben wir im beruflichen Alltag oft mit schwierigen Situationen zu kämpfen, die uns verunsichern oder uns vor scheinbar unüberwindbare Probleme stellen. Doch in der kollegialen Fallberatung können wir uns gemeinsam auf den Weg machen und durch strukturierte Gespräche Lösungen für unsere Heraus-forderungen erarbeiten. 


Dabei gibt es wie beim Bergsteigen auch vorgegebene Phasen und ein Moderator begleitet uns auf unserem Weg. Die Fälle, die wir bearbeiten, können dabei als Gipfel betrachtet werden, die wir gemeinsam erklimmen und überwinden wollen.


Die Merkmale:

  • strukturiertes Gespräch unter KollegInnen , 

  • indem ein Teilnehmer von den übrigen Teilnehmern nach einem festen Ablauf mit verteilten Rollen beraten wird 

  • mit dem Ziel, Lösungen für eine konkrete berufliche Schlüsselfrage zu entwickeln


Schritt 1 - max. 10 Min

Die Person, die den Fall gibt, schildert ihre persönliche Situation - einfach und kurz und formuliert am Ende eine Schlüsselfrage, die ihr aktuelles Anliegen widerspiegelt


Schritt 2 - max. 5 Min

Die Berater*innen hören zu und machen sich Notizen. Erst wenn die Falldarstellung beendet ist, werden

Informations- und Verständnisfragen für ein besseres Verstehen der Situation gestellt 

Es werden noch keine Lösungs-ansätze diskutiert oder Grund-satzdiskussion geführt!


Schritt 3 - max. 15 Min

Der/Die Fallbringer*in zieht sich zurück, während das Beratungsteam diskutiert, Hypothesen aufstellt, sich zum Problem berät - das Team sammelt für die Schlüsselfrage verschiedene Lösungs-vorschläge.

Der/Die Fallbringer*in hält sich im Hintergrund, macht sich Notizen und hört nur zu.


Schritt 4 - max. 5 Min

Der/Die Fallbringer*in teilt mit, welche Lösungsvorschläge interessant scheinen und nennt Begriffe, die ihm/ihr spontan gefallen und einen Impuls zur Beantwortung seiner/ihrer Schlüsselfrage geben. Dabei ist die Person frei in ihrer Wahl der vorgeschlagenen Lösungen, das Beratungsteam akzeptiert dies.


Reflexionsfragen:
  • Wie empfand ich für mich die kollegiale Fallberatung?

  • Welche Erkenntnis habe ich für mich gewonnen?

  • Was möchte ich der Gruppe noch mitteilen?


Dein Nutzen

  • Lösungswege zu erkennen sowie

  • konkrete Schritte zu entwickeln und 

  • zugleich eine kooperative Haltung einzunehmen, die Dir selbst wie auch zukünftigen KollegInnen im Berufsalltag von Nutzen sein wird.

Beispiele für persönliche Situationen
  • Konflikte mit einem/einer Mitarbeiter*in

  • Konflikte zwischen Mitarbeitenden

  • Konflikte im Team

  • Probleme mit KollegInnen/Vorgesetzten

  • Umgang mit veränderten Verhaltensweisen

  • Umgang mit Veränderungen im Unternehmen

  • Bewältigung neuer Aufgaben

  • Schwierigkeiten bezüglich der eigenen Arbeitsweise/Zeitmanagement


Mögliche Schlüsselfragen
  • Wie kann ich xy dazu bringen, ...

  • Was kann ich tun, damit xy...

  • Wie kann ich mich verhalten, wenn...

  • Wie schaffe ich es, ...

  • Wie kann ich reagieren,...


Was kann das Beratungsteam für dich tun?
  • Brainstorming/möglichst viele Lösungsansätze (Was könnte man in einer

  • solchen Situation alles tun?)

  • Gute Ratschläge (Welche Ratschläge habe ich für den Fallgeber?)

  • Wertschätzung, Anteilnahme (Was ist mir an dem Inhalt aufgefallen? Was

  • löst es bei mir aus?)

  • Entscheidungsfindung (Diese Optionen gibt es meiner Meinung nach)

  • Perspektive verändern, neuer Blickwinkel (Wie könnte die Sichtweise der anderen Beteiligten sein?)

bottom of page